Am 26.04.2013 führten die Freien Wähler Waghäusel ihre Jahreshauptsammlung im „Heilers“ in Kirrlach durch.
Zu Beginn der Sitzung resümierte der Vorsitzende, Jörg Bottler, über die im vergangenen Jahr durchgeführten Aktivitäten und Erfolge. Hierbei waren der Besuch der Biogasanlage, die Teilnahme am „Gläsernen Globus“ und die Führung durch die Astronomen in der Eremitage nur einige Highlights aus der Vereinsarbeit.
Politisch konnten sich die Freien Wähler im Gemeinderat kontinuierlich vertreten durch die Stadträtin und Fraktionsvorsitzende Birgit Freidel und die Stadträte Jürgen Hofmann, Klaus Gabrysch, Martin Schuppler und Ralf Scheurer für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Waghäusel einsetzen, getreu dem Motto: „ Den richtigen Ideen zum Durchbruch verhelfen.“
Ein zentraler Punkt in der zurückliegenden und auch aktuellen Gemeinderatsarbeit ist hierbei das Thema Schulentwicklungsplanung. Hier sind die Freien Wähler Waghäusel ergebnisoffen und aktiv an der Diskussion beteiligt mit dem Ziel, die bestmögliche und zukunftsicherste Lösung für Waghäusel zu erarbeiten und durchzusetzen.
Der Vorsitzende dankte im Anschluß an seinen Bericht den Stadträten und allen Vereinsmitgliedern für Ihr Engagement und sah optimistisch dem kommenden Jahr entgegen, verbunden mit der Hoffnung, daß sich vielleicht auch vermehrt jüngere Bürgerinnen und Bürger in die Freien Wähler Waghäusel vermehrt einbringen.
Im Anschluß folgte der Kassenbericht, der stellvertretend für Ilona Keller durch den Kassenprüfer Anton Rupp vorgetragen wurde. Die Bilanz enthielt keine Beanstandungen, so daß der Vorstand durch die Mitgliederversammlung die Entlastung ausgesprochen bekam.
Bericht von der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes
Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Waghäusel folgte ein Bericht über die zurückliegende Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Freien Wähler Baden-Württemberg e.V. . Auch auf dieser Versammlung, auf der die Ortsverbände von Baden Württemberg die zukünftigen Leitlinien beschlossen, wurde nochmal klar und eindeutig betont, dass sowohl der Freie Wähler Landesverband, als auch die ihm angeschlossenen Ortsverbände sich klar von einer Freien Wähler Partei distanzieren. Eine Freie Wähler Partei, die auf bundes- und/oder europapolitischer Ebene agiert wiederspricht dem Grundgedanken der Freien Wähler, die sich ausschließlich kommunalpolitisch engagieren, um somit frei von ideologischen Kämpfen pragmatische Lösungen umzusetzen.
Juristische Schritte zum Verbot der Verwendung „Freie Wähler“ als Partei-Name wurden zwar gegangen, waren aber leider nicht erfolgreich. So bleibt den Mitgliedern der Ortsverbände nichts anderes übrig als die Bürgerinnen und Bürger über diese Trittbrettfahrerei aufzuklären.
Dass die Freien Wähler auch ohne Parteienstatus als beratende Kraft auch auf Landesebene gern gesehen und gehört werden, zeigte die Rede des Gastreferenten und Innenministers Reinhold Gall, MdL, der den Dialog mit dem Landesverband der Freien Wähler auch ohne formale Gremien sucht.
Auch das Thema Schulentwicklung stand beim Landesverband auf der Tagesordnung, da hier nahezu alle Gemeinden vor ähnlichen Problemen stehen, die die demographische Entwicklung und der Wegfall der Schulempfehlung mit sich bringen. Der Impulsvortrag "Bildungsland Baden-Württemberg" machte deutlich, dass sich jede Gemeinde intensiv mit dem Thema beschäftigen muss. So stehen z.B. den Werkrealschulen aufgrund mangelnder Anmeldezahlen harten Zeiten bevor. So hatten 200 Werkrealschulen in diesem Jahr in Baden-Württemberg weniger als 10 Anmeldungen für die Klassenstufe 5, so dass keine 5er Klasse gebildet werden konnte.