Wir laden Sie recht herzlich ein, sich auf unseren Seiten über uns, unsere Ziele und Aktivitäten zu informieren. Sollten Sie Interesse haben bei den Freien Wählern Waghäusel e.V. aktiv zu werden oder unsere Arbeit auf andere Art zu unterstützen, so nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. 

Mail an: Martin.Schuppler(at)freiewaehler-waghaeusel.de

Es grüßt Sie herzlich

Martin Schuppler, Vorsitzender 

 

Am 10.06.2015 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Waghäusel im Rusticana in Kirrlach statt. 

In seiner Begrüßungsansprache berichtete der Vorsitzende Martin Schuppler von den wichtigsten Aktivitäten in den letzten Monaten. Wie z.B. den gemeinsamen Sitzungen mit unseren Freunden der Freien Wähler in Philippsburg, der Sitzung des Landesverbandes, dem Grillfest der AWO oder unserer erst kürzlich durchgeführten Informationsveranstaltung zum Konverterstandort. 

Erstmalig in der Rolle als Kassiererin trug anschließend Daniela Maier souverän Ihren Kassenbericht vor, der von den Kassenprüfern auch bestätigt wurde. 

Die Entlastung des Vorstandes wurde daher auch einstimmig von der Mitgliederversammlung erklärt. 

Diskussion um Konverterstandort

Unter Verschiedenes entspann sich dann eine interessante Diskussion, um den geplanten Konverter. Hier konnte unter den Mitgliedern keine einheitliche Meinung gefunden werden, so dass die Freien Wähler in dieser Frage keine eindeutige Position beziehen können. 

Notwendiger Mast für Mobilfunkbetreiber ?

Wie bereits von der Stadt berichtet, bestehen langfristige Mietverträge mit Mobilfunkbetreibern, die Antennen auf den Silos installiert haben. Hier hob die Fraktionsvorsitzende, Birgit Freidel, hervor, dass aktuell geprüft wird, ob nicht eine Installation auf dem Funkturm in Wiesental eine Alternative hierzu darstellt. Falls dies nicht möglich ist  und eine Errichtung eines Funkmastet nicht zu umgehen ist, so würden die hierfür anfallenden Kosten von den Mobilfunkbetreibern getragen; und nicht von der Stadt. 

Zum Abschluss der Sitzung bedankte sich Martin Schuppler bei den anwesenden Mitgliedern verbunden mit der Hoffnung, dass in Zukunft vielleicht noch mehr Mitglieder den Weg zur Jahreshaupversammlung finden werden.

JB

 

 

Am Mittwochabend den 20.05.2015 hatten die Freien Wähler Waghäusel (FWW) zu einem offenen Informationsaustausch zum Thema Konverterstandort mit Vertretern der TransnetBW GmbH eingeladen. Erfreulicherweise waren dieser Einladung einige interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt, so dass der Vorsitzende der Freien Wähler, Martin Schuppler, im Saal des Gasthauses „Zum Reichsadler“ eine spannende und aufschlussreiche Diskussion leiten durfte.

Vertreter von TransnetBW (v.l.) und Vorstandsmitglieder der Freien Wähler Waghäusel (v.R. Anja Blaschke, Birgit Freidel, Martin Schuppler)
Vertreter von TransnetBW (v.l.)
und Vorstandsmitglieder der Freien Wähler Waghäusel
(v.R. Anja Blaschke, Birgit Freidel, Martin Schuppler)
Gleich zu Beginn wurde von Fr. Dehmer von der TransnetBW GmbH das Projekt "Ultranet" vorgestellt, das aufgrund des Ziels der Bundesregierung entstanden ist, zukünftig 80% des elektrischen Stroms mit erneuerbaren Energien abzudecken.
Um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu erreichen, muss z.B. nachts die Windkraft im Norden, den Bedarf im Süden decken, der nicht durch Solarenergie erzeugt werden kann. Ein geeignete Übertragungstechnologie ist hierbei Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Um den Hochspannungsgleichstrom wieder in Wechselstrom zu wandeln benötigt man einen Konverter. Um dessen Standort rankt sich nun in den letzten Wochen und Monaten in Waghäusel, Rheinhausen und Pilippsburg eine rege Debatte.
Dass Informationsbedarf in der Bevölkerung zu diesem Thema besteht, zeigte sich auch schnell an den gestellten Fragen: Welche gesundheitlichen Risiken gibt es ? Wie hoch ist die Lärmbelastung ? Welche Gefahren bestehen ? Herr Mader (PL), Herr Weber(Design und Bau) und Herr Eberhard(Immision, Geräusche) von TransnetBW konnten diese Fragen freundlich und kompetent beantworten, wodurch viele Unsicherheiten unter den Anwesenden beseitigt wurden.
Nach 2-3 Stunden endete die Sitzung mit dem Dank von Martin Schuppler an die Vertreter von TransnetBW für die informative Diskussion, die insbesondere durch die anwesenden Bürgerinnen und Bürger und deren Fragen entstehen konnte.
Jörg Bottler

 
Nachfolgend das von Anja Blaschke dankenswerterweise erstellte Gedächtnisprotokoll zu Fragen und Antworten (kein Anspruch auf Vollständigkeit oder sachliche Richtigkeit) 

Frage: Gibt es schon Konverter dieser Größe?
Ja, der Konverter in Dörpen bei Papenburg (welcher für Dollwin eins und zwei zuständig ist) ist vergleichbar.
Dieser besteht aus drei Anlagenteilen, wobei eins in Betrieb, das zweite im Sommer in Betriebgeht und das Dritte im Rohbau ist.
Dieser Konverter hat eine Fläche von 30 Hektar.
Pro Windpark in der Nordsee benötigt man einen Konverter mit ca 700 MW.

Frage: Kann man dort eine Besichtigung machen?
Dem Gemeinderat  wurde eine Besichtigung mit ca. 30 Personen angeboten, wobei  im laufenden Betrieb igentlich keine Besichtigungen vorgesehen sind.
Die Hoheit über den Konverter hat Henet ?..bei Dörpen.

Frage: Wie weit ist dort die Entfernung zur nächsten Wohnbebauung?

Am 21.04. besuchten die Freien Wähler Waghäusel  die  Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber in Waghäusel. Herr Thyret, der Unterkunftsleiter begrüßte uns. Anwesend waren unter anderem auch, Freie Wähler aus Philippsburg. Herr Moll stellte uns Herr Kölmel vor, der sich als zuständiger Polizeimittarbeiter auf die Stelle „Asylverfahren“ beworben hatte und vor Ort ist.

Zur Zeit befinden sich dort 137 Personen, davon 18 Kinder.Ca 50% davon sind Familien, die anderen 50% sind Einzelpersonen Männer zwei alleinerziehende Mütter.

Religionszugehörigkeiten/-gemeinschaften werden nicht gepflegt - können aber über die Kirchen und Moscheen der Gemeinden gepflegt werden.

Schule: Die Kinder besuchen ausschließlich die Bolandenschule in Wiesental. Diese erreichen sie mit dem Bus vom Bahnhof Waghäusel. Funktioniert sehr gut.
Jüngere Männer besuchen die Käthe Kollwitz Schule in Bruchsal, dort gibt es eine  besondere Klasse mit Sprachunterricht „Deutsch“.

Arbeitsplätze: Dieser Prozess ist sehr kompliziert. Nach 3 Monaten dürfte man arbeiten, aber zuerst            
muß ein Asylantrag gestellt werden. Probleme bereitet hierbei die schleppende Bearbeitung dieses Antrages durch das Bundesamt. 
Auf die Frage, ob die betroffenen Personen nicht als Erntehelfer vermittelt werden könnnten oder bei der Stadt z.B. Grünanlagen pflegen, mußte uns Herr  Thyret mitteilen, das dies abgelehnt wurde.
Eigentlich ist ein großes Problem der betroffenen Menschen, die Lange Weile. Auch die Pressemitteilung, dass ein Asylant bereits eine Arbeitsstelle hätte stimmt so nicht.
Was in eigener Regie gemacht wird, sind alle anfallenden Reinigungsarbeiten auf dem Gelände.   

Verpflegung: Jeder Bewohner bekommt einen bestimmten Geldbetrag und damit werden eigenständig Lebensmittel gekauft. Für die Verabeitung der Lebensmittel stehen in jedem Container  funktionelle Gemeinschaftsküchen zur Verfügung.
Jeder Asylbewerber bekommt eine Erstausstattung, hierzu gehört auch Essgeschirr, Töpfe, Pfannen, Bettwäsche usw...
Es gibt auch die Möglichkeit, falls bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, ein Integrationskonto zu eröffnen.

Problem Einkaufswagen: Hierzu wurde bereits mit den betroffenen und umliegenden Einzelhandel-Märkten vereinbart, das die
Einkaufswagen regelmäßig zurückgebracht werden. Funktioniert.

Alkohol: Alkoholverbot gibt es nicht, man kann Erwachsenen Menschen nicht einfach Alkohol
verbieten, es gibt auch kein Problem damit.

Medizinische Betreuung: Diese ist verteilt auf 3 Ärzte in Wiesental. Diese stellen die erforderlichen Rezepte und Überweisungen aus.

Probleme mit Asylbewerbern: Im Falle von Problemen (z.B. Messerangriff eines Mannes auf einen anderen Bewohner, unterkunftsinterne Sachbeschädigungen oder Prügeleien) führt man Ursachengepräche  und trennt bei Bedarf die Personen, indem man in anderen Asylheimen des Landkreises anfragt und sie getrennt unterbringt. Funktioniert sehr gut.

Sprache: Einige Asylbewerber waren schon in Deutschland und sprechen etwas Deutsch.
Viele können auch Englisch. Bei Arztbesuchen ist es manchmal notwendig einen Übersetzer
dabei zu haben.

Spenden: Eigentlich gibt es eine Grundausstattung und somit sind keine weiteren Spenden in Form
von Kleidern erforderlich

Unterbringung: Die Aufteilung der Asylbewerber erfolgt in Familiencontainer und Container für Einzelpersonen (bei uns nur alleinstehende Männer).
In einem Zimmer, welches auch als Essbereich zur Verfügung steht, sind 3 Betten, 3 Doppelspinde, Tisch und Stühle und 1 Fernseher (aus Spenden).
Es gibt einen Unterrichtsraum, Spielzimmer, und sanitäre Anlagen.
Weiterhin ist noch in Planung, dass ein Rasenteil zu einem Spielplatz mit Sandkasten umfunktioniert werden soll.